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E-Mail Interview

Sources : http://www.terrorverlag.deLangue: German Date: 4/8/2005
 

FUNKER VOGT (JENS/GERRY/KAI)

Art: E-MAIL
Datum: 04.08.2005

HALLO. WIE GEHT’S EUCH? WO SEID IHR? WAS MACHT IHR GERADE?

Jens: Hi, uns geht es klasse. Wir sitzen gerade zusammen im Studio und beantworten die Fragen für den Terrorverlag.

EUER NEUES ALBUM STEHT IN DEN STARTLÖCHERN, IHR HABT SICHER SCHON DAS ERSTE FEEDBACK BEKOMMEN. SEID IHR PERSÖNLICH MIT ALLEM ZUFRIEDEN, WAS IHR DA PRODUZIERT HABT? IST MAN NACH SO VIELEN JAHREN NOCH AUFGEREGT, WIE EIN NEUES RELEASE ANKOMMEN WIRD?

Jens: Aber natürlich ist man immer noch aufgeregt. Sicherlich verändert sich die Art und Weise der Aufregung und Spannung im Laufe der Jahre, aber es kribbelt nach wie vor, und wir können es nicht erwarten bis die Scheibe endlich auf unsere Fans losgelassen wird. Mit dem Album sind wir mehr als zufrieden und selbst nach dem 25364mal hören würden wir es wahrscheinlich immer noch genauso machen. „Navigator“ ist fv anno 2005. Fertig.

IST EUCH EIGENTLICH BEKANNT, DASS ERST VOR KURZER ZEIT DIE DEUTSCHE BLACK METAL BAND ENDSTILLE EBENSO EIN ALBUM NAMENS „NAVIGATOR“ HERAUSGEBRACHT HAT?

Jens: Nein, von der Band hab ich persönlich noch nichts gehört, aber es haben nach unseren Recherchen noch einige andere Künstler Songs wie auch Alben mit selbigem Namen veröffentlicht. Das war uns aber weder bewusst, noch stört es uns. „Navigator“ und fv stehen für sich.

VOM „TRAGIC HERO“ ZUM „FALLEN HERO“: KÖNNT IHR MAL DAS LYRISCHE KONZEPT, WELCHES DAHINTER STECKT, ERLÄUTERN?

Kai: Zu der Einsicht, dass unser Held eher ein Fallen Hero ist, kam er erst über die Jahre. Sah er sich bei der ersten Erzählung selber noch als Opfer, hat er sich jetzt doch eingestanden, dass er eher ein gefallener Held als ein tragischer Held ist, aber beide Begriffe kann man durchaus auf ihn anwenden.

Mit unserem Epos über den „Tragischen Helden“ wollen wir den geneigten Zuhörer in eine andere Welt entführen. Einmal hier angelangt, ist Rückreflexion auf „unsere“ Realität durchaus gewollt. Aber dieser Zwischenschritt ist uns gerade wichtig. Erst dann kann man Vergleiche ziehen, zu unserer realen Welt. Durch eine surreale Geschichte kann sich doch jeder für sich selbst etwas für seine Realität erarbeiten. Somit geben wir den Hörern, die es wollen, ein Werkzeug in die Hand, anstelle ihnen nur von irgendwelchen Greueltaten nochmals zu erzählen. Aber es reicht uns auch, die Fans einfach in die Welt unseres Helden zu führen, ganz gleich, ob sie hier nur zur Entspannung verweilen oder aber Rückschlüsse suchen.

Unsere Geschichte, oder besser: unser Held hier, ist als eine mythologische Figur zu sehen, eine art Halbgott, der in Ungnade gefallen ist. Er ist ein Einzelkämpfer, war stets bemüht für das Gute einzutreten, auch mit Waffengewalt, aber leider endeten seine Bemühungen immer in einem Desaster. Daher auch „tragischer Held“. Nachdem er sich dieser Tatsache gestellt hat, ist er jetzt nur noch ein trauriger Beobachter, der zwar gerne helfen würde, aber genau weiß, dass was immer er auch tut, alles nur schlimmer machen würde. Wie es dazu gekommen ist, wird bisher nicht berichtet. Unserem Helden ist es aber durchaus bewusst, denn in „Fallen Hero“, bekennt er sich mehr denn je zum gefallenen/ verfluchten Helden, der auf seine Chance wartet, sich rein zu waschen. Er weiß aber, dass er zu dieser Mission gerufen werden muss, da es sonst wieder in einem Desaster endet. Und genau dies geschieht dieses Mal. Es ist seine Chance, sich von dem Fluch zu befreien, auch wenn es mit seinem Tod endet, denn alles ist besser als das Leben, das er bisher gezwungen war zu führen.

Mal sehen, wie es jetzt weitergeht, vielleicht halten wir es ja mit George Lucas und gehen beim nächsten Mal zum Anfang der Geschichte zurück, aber eigentlich müssten wir sie dann ja erst beenden und dann noch 3 Teile nach liefern, die weit in der Vergangenheit liegen ; ).

DER „NAVIGATOR“ SOLL EUCH JA SYMBOLISCH ZU NEUEN UFERN FÜHREN – WIE SEHEN DIESE UFER FÜR EUCH AUS UND IST DAMIT „NUR“ EINE MUSIKALISCHE ENTWICKLUNG ODER AUCH EINE PERSÖNLICHE GEMEINT?

Jens: Das ist eben das Schöne an diesem Titel. Die Interpretationsmöglichkeiten decken ein riesiges Spektrum ab. Der Titel steht für uns sowohl als Musiker wie auch als Persönlichkeiten für eine Art Aufbruch. Mit fv sind wir noch lange nicht da, wo wir hinwollen und unsere Ressourcen sind dementsprechend bei Weitem noch nicht ausgereizt. Aber kann der Titel selbstverständlich auch als persönlichen Aufbruch verstanden werden. Wir sind als Band auch immerhin schon fast 10 Jahre zusammen und man merkt, wie man selbst und sein Umfeld sich in dieser Zeit verändert hat. Eigentlich ist es nur ein natürlicher Reifeprozess, aber es macht uns halt Spaß, mit Worten und Emotionen zu spielen.

MIT DEN BEIDEN DEUTSCHEN TRACKS HABT IHR MICH EIN WENIG ÜBERRASCHT. WURDEN DIE 2 SONGS BEWUSST GANZ AM ENDE PLATZIERT? WAR ES SCHWIERIGER FÜR EUCH, SICH IN DER MUTTERSPRACHE AUSZUDRÜCKEN?

Jens: Freut uns sehr, dass die Überraschung gelungen ist. Genauso soll es ja auch sein. Die Platzierung der Songs an das Ende von „Navigator“ ergab sich aber einfach so und unterlag keinerlei Hintergedanken. Für uns ist es als deutsche Band kein Problem, uns in unserer Muttersprache auszudrücken. Songs mit deutschen Texten erzählen bei fv ja schon immer fast eine Art Geschichte mit sehr vielen persönlichen Aspekten. Bei „Für Dich“ ist es sicherlich die Kernaussage, warum wir den Song in deutscher Sprache gemacht haben und bei „Vorwärts!“ ist es die Prägnanz und Deutlichkeit der vielen Schlagwörter innerhalb des Stückes. Wir hatten sozusagen gar keine andere Möglichkeit, wenn man es etwas überspitzt ausdrücken will.

MIT „FÜR DICH“ BESCHREITET IHR AUCH LYRISCH EINEN GANZ NEUEN WEG. ICH VERMUTE MAL, DASS EINE GANZ KONKRETE PERSON ADRESSIERT WIRD. AUCH WENN IHR NATÜRLICH NICHT INS DETAIL GEHEN SOLLT, WAS BEDEUTET EUCH DIESES STÜCK?

Jens: Dieses Stück hab ich in einer Zeit geschrieben, in der es mir persönlich wie auch gesundheitlich ziemlich mies ging. Kurz gesagt, es ist eine Art Hommage an meinen Sohn Joy-Connor. Ich wollte einfach etwas Bleibendes und Stetes machen und da hat sich die Umsetzung im Rahmen von „Navigator“ natürlich optimal angeboten.

IHR HABT OFFENSICHTLICH EINEN VIDEOCLIP ZU „FALLEN HERO“ GEDREHT, DA ICH NUR DIE GEKÜRZTE PROMO VORLIEGEN HABE: UM WAS GEHT ES IN DIESEM CLIP UND IST GEPLANT, DEN AUCH AUF DEN ENTSPRECHENDEN SENDERN ZU VERBREITEN?

Gerrit: Der Song handelt ja von einer Art Selbstfindung. Der gefallene Held muss wieder zu sich selbst finden, um seine alten Stärken wiederzuerlangen, um dann den Feind schlagen zu können. Dies geschieht im Video in einer Zwischenwelt. Dort wird der Fallen Hero vom „Angel of Destruction“ zu sich selbst getrieben. Die „Voices“, die ihn dorthin treiben, werden von den einzelnen Bandmitgliedern personifiziert. Jens ist gleichzeitig der „Fallen Hero“ und der „Angel of Destruction“. Gleichzeitig ist er der „Observer“, der sich auf der Krankenbahre im Übergang von Diesseits zu Jenseits befindet. Es könnte seine „Last Mission“ sein, sein „Final Fight“. In der Hütte findet er den Rest seiner Persönlichkeit, seiner „Fellows“, die er benötigt, um „Reunited for the Eve of the Apocalypse“ zu sein.

Der Clip ist zwar an alle Sender ’rausgegangen, ob er aber in die Rotation geht, ist Sache der Sender – da haben wir keinen Einfluss drauf. Wir haben den Clip hauptsächlich als Extra zu dem als limitierter Metallbox erscheinenden Fan-Bonus produzieren lassen. Alles Weitere ergibt sich und kann als Nebeneffekt ganz nützlich werden.

IHR NUTZT MITTLERWEILE HIN UND WIEDER GITARREN. INWIEWEIT HABT IHR DAFÜR SCHON VON „ALTEINGESESSENEN“ FANS KRITIK EINGESTECKT?

Jens: Wenn mal Kritik aufkommt, dann bestimmt nicht nur wegen der Gitarre. Man kann es natürlich nicht jedem Recht machen. Der Eine würde am liebsten 10 Stücke im Stil von „Words of Power“ haben, andere wiederum lieben und verbinden fv eher mit der melodischen und tanzbaren Seite. Allerdings sehen wir das nicht als Problem, sondern eher als Ansporn, weiter hart und intensiv an uns zu arbeiten, um unseren Fans noch vielschichtigere Songs und Alben um die Ohren zu hauen.

Gerrit: Genau das ist es ja auch, was wir immer schon gemacht haben und nun mit „Navigator“ extrem deutlich machen wollen. Wir sind halt dazu in der Lage, verschiedene Richtungen zu vereinen und trotzdem nie den Faden zu verlieren. FV bleibt FV, ob mit Gitarre oder ohne.

APOPTYGMA KLINGEN JA NEUERDINGS FAST WIE PLACEBO. KÖNNTET IHR EUCH JEMALS VORSTELLEN, AUS DEM GESAMTGENRE ELECTRO AUSZUBRECHEN?

Jens: NEIN!!! Funker Vogt sind und bleiben eine Electro Band. Die Wurzeln und die Basis, die uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind, werden wir niemals verleugnen. Ich persönlich find es zum Kotzen, dass es Leute gibt, die heute sagen: `Wir machen jetzt mal das, was wir eigentlich schon immer machen wollten (weil es angesagt ist) und haben Euch leider nur mal 10 Jahre als Mittel zum Zweck benutzt`. Natürlich muss bzw. sollte man sich als Band neuen Dingen öffnen und diese auch einarbeiten, aber alles Andere ist für mich genauso, als wenn ich nach 18 Jahren auf einmal meine Mutter verleugnen würde. Im Endeffekt ist es aber so, dass es mir echt relativ egal ist, was andere machen. Sollen sie glücklich werden.

VOR KURZEM WAR ICH IN HAMELN AUF EINEM „DUNKLEN“ KONZERT IN DER SUMPFBLUME UND HATTE DAS GEFÜHL, DASS DIE ÖRTLICHE SCHWARZE SZENE EHER KLEIN IST. TÄUSCHE ICH MICH DA, ODER WIE SIND EURE ERFAHRUNGEN? VERKEHRT IHR ÜBERHAUPT IN DIESER SZENE?

Gerrit: Nein, eher selten. Ich habe festgestellt, dass es immer mehr junge „schwarze“ Gestalten in Hameln gibt, die sich aber aufgrund des geringen Angebotes eher auf Events in den umliegenden Städten wie Hannover, Herford oder Bielefeld tummeln und sich dort festfahren. Wenn dann tatsächlich mal was in dieser Richtung in Hameln los ist, kommt keiner mehr.

EUER LIVEGITARRIST THOMAS HAT EUCH VERLASSEN. KÖNNT IHR ETWAS ÜBER DIE HINTERGRÜNDE ERZÄHLEN? HABT IHR SCHON ERSATZ?

Jens: Zum Wechsel von Thomas zu Frank gibt es Gott sei Dank nichts Schlimmes zu sagen. Es gab 2 Gründe, warum ein Wechsel für uns unausweichlich war. Erstens ist Thomas als Kneipier immer voll eingespannt und es gab des Öfteren Überschneidungen in unseren Planungen, und zum anderen wollten wir die Klampfe mit Hilfe eines musikalisch offeneren Gitarreros etwas intensiver nutzen. Ich glaube, dass wir mit Frank eine sehr gute Wahl getroffen haben, sowohl als Musiker wie auch auf der persönlichen Ebene. Thomas ist aber natürlich nach wie vor ein guter Kumpel von uns und wir sind wie eh und je gern bei ihm in der Wirtschaft gesehen.

ICH HABE EUCH MAL IN HERFORD ZUSAMMEN MIT DEN „EINHEIMISCHEN“ NCOR ALS VORGRUPPE GESEHEN. WELCHE ERINNERUNGEN HABT IHR AN DIESES KONZERT? HABT IHR AUCH PRIVAT VERBINDUNGEN ZU KEVIN UND SEINER TRUPPE?

Gerrit: An das Konzert selbst kann ich mich nur sehr dunkel erinnern – geht mir aber bei fast allen so, nach ca. 150 Shows vermischen sich die Erinnerungen irgendwann. Zu Kevin selbst gibt es schon ein freundschaftliches Verhältnis, was aber nicht heißt, dass wir jedes Wochenende zusammen ’rumhängen. Man trifft sich auf bestimmten Events oder verabredet sich zu Treffpunkten bei großen Festivals und dann wird meistens auch ordentlich gefeiert…

ACTS WIE FEINDFLUG ODER PANZER AG GREIFEN EBENSO „KRIEGERISCHE“ INHALTE AUF. SEHT IHR DA PARALLELEN ZU EUCH, KÖNNT IHR DERART AUFBEREITUNG ETWAS ABGEWINNEN ODER KONZENTRIERT IHR EUCH GANZ AUF EUCH SELBST?

Gerrit: Wenn ich jetzt behaupte, dass wir die Inhalte der Lieder dieser Bands nicht kennen, kann ich wohl für meine Kollegen mitsprechen und damit ist die Frage wohl auch schon beantwortet…

IHR ANALYSIERT UND PRANGERT KRIEGERISCHE HANDLUNGEN AN. MEINT IHR, DASS ES AUF ABSEHBARE ZEIT MÖGLICH IST, DIE WELT VON KRIEGEN ZU BEFREIEN? WAS HALTET IHR IN DEM ZUSAMMENHANG VON DER AKTUELLEN AMERIKANISCHEN POLITIK?

Kai: Leider sehen wir das nicht so. Solange es Menschen gibt, wird es Kriege geben, es sei denn, man setzt die gesamte Weltbevölkerung auf eine Droge, die alle Emotionen ausschaltet ; ), (das kennen wir doch irgendwo her)! Wir wollen unsere Texte auch nicht an einer bestimmten Regierung festmachen, vielleicht schon morgen trifft der eine oder andere Song auch bei einem anderen Land ins Schwarze. Wir sollten hierbei nicht aus dem Auge verlieren, dass Amerika nicht die Welt ist, wenngleich uns sicherlich viele genau das glauben machen wollen. Durch diese ständige Fokussierung auf die USA verliert man unter anderem schnell den Überblick, was wirklich gerade alles um uns herum passiert, es geht nicht nur um die USA und Länder, die gerade mit der USA im Konflikt liegen. Wir möchten auch gar nicht eine eindeutige Stellung mit unseren Texten beziehen und vermitteln, dass wenn ihr uns und unsere Musik gut findet, müsst ihr die amerikanische Regierung ablehnen. Das grenzt mir zu sehr an Fanatismus, der freie Wille zählt! Und jeder kann nach seinen Überzeugungen handeln, wir geben nur einen Denkanstoß. Von daher sehen wir uns auch nicht als politische Band!

GIBT ES ETWAS VOM „NEBENPROJEKT“ FICTIONAL ZU BERICHTEN?

Gerrit: Nein, wir konzentrieren uns zurzeit ausschließlich um FV. Da wir mit dem F11- und dem letzten Fictional-Album bis vor einem Jahr ausreichend Zeit in Nebenprojekte investiert haben, ist es nun wieder an der Zeit, sich um die wichtigen Dinge zu kümmern…

IN LETZTER ZEIT GAB ES EINIGE PROBLEME UM FESTIVALS (ZILLO, NIGHT OF DARKNESS, GOTH HARD, ETC.) – GLAUBT IHR, DASS SIE DIE SZENE WIEDER GESUND SCHRUMPFEN MUSS, DIE PREISE ZU HOCH SIND, EIN ÜBERANGEBOT BESTEHT?

Gerrit: Was ich sehe, ist, dass die Szene wächst, und wahrscheinlich auch gerade, weil sehr viel angeboten wird. Ob das zuviel ist, kann ich nicht beurteilen, da das bei uns in Hameln der umgekehrte Fall ist, obwohl die Leute dazu da sind. Und als Band können wir das auch nicht feststellen, da zu unseren Konzerten von Tour zu Tour stets mehr Leute kommen. Ich denke, es ist ortsabhängig, wie die jeweiligen Veranstalter ihr Angebot streuen.

IM ELECTROBEREICH WERDEN JA MOMENTAN VIELE RICHTUNGEN FORCIERT: VOM DAHINSIECHENDEN FUTURE POP ÜBER DIE EBM RENAISSANCE BIS HIN ZUR TECHNO-ANBIEDERUNG. DAZWISCHEN IHR ALS URGESTEINE MIT UREIGENEM SOUND. WAS GLAUBT IHR, WOHIN DIE REISE ELEKTRONISCHER KLÄNGE INSGESAMT GEHEN WIRD? SEHT IHR DAS GENRE MOMENTAN „INNOVATIV“ ODER „STAGNIEREND“?

Gerrit: Als innovativ würde ich das nun wirklich nicht mehr bezeichnen, da es mittlerweile – genau wie in anderen Szenen auch, ob House, Trance oder Nu Metal usw. - immer wieder Bands und Musiker gibt, die andere kopieren. Die Vorreiter mögen dieser Eigenschaft vielleicht noch gerecht werden, aber irgendwann fällt ihre ursprüngliche Innovation auch nicht mehr auf, weil es dann zu viele gibt, die einen ähnlichen Sound machen. Daher gibt es ja Bands wie eben Apoptygma Berzerk, die dann völlig die Spur wechseln, weil sie merken, dass es mittlerweile andere gibt, die das besser machen als man selbst. Nichtsdestotrotz denke ich, dass sich innerhalb der Szene über einen längeren Zeitraum doch immer wieder etwas bewegt. Und sie wächst, was nicht möglich wäre, wenn sie stagnieren würde.

MIT WELCHER BAND, AUS WELCHEM BEREICH AUCH IMMER, WÜRDET IHR GERNE MAL TOUREN?

Jens: Vorausgesetzt alle sind lieb zueinander: Slayer, Depeche Mode, Napalm Death, Agnostic Front, Udo Lindenberg und Funker Vogt.

Gerrit: Jaaa, geiles Festival. Ich wäre dann aber noch für Scooter als Einheizer…

Jens: Yeah….stimmt, Scooter hätte ich fast vergessen. Das wäre ein echter Leckerbissen.

UND TRADITIONELL GEHÖREN DIE LETZTEN – ELEKTRONISCHEN – WORTE EUCH:

Jens: Folgt uns wenn Ihr könnt.

VIELEN DANK FÜR DIE BEANTWORTUNG DER FRAGEN UND VIEL ERFOLG BEIM „NAVIGIEREN“

 

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