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Interview mit Funker Vogt

Sources : http://www.gothic-news.deLangue: German Date: 1/9/2003
 

Stellt euch doch mal bitte vor

Gerrit: Mein Name ist Gerrit Thomas, ich bin 1973 geboren und lebe in Hameln an der Weser! Zusammen mit meinem Geschäftspartner Björn Böttcher betreibe ich ein Tonstudio und arbeite dort hauptberuflich als Musikproduzent, was die Arbeiten eines Musikers, Texters, Komponisten und Arrangeurs ebenso einschließt.
Jens: Jens Kästel geb. 1972 und wohnhaft im schönen Auetal. Neben der Musik absolviere ich demnächst die Schule zum Industriemeister um für die Zeit nach der Musik gerüstet zu sein.

Wie seid ihr zur Musik gekommen, und was hat Euch zusammengeführt

Gerrit: Ich habe mir mit 15 das erste Keyboard gekauft und bin seitdem nicht mehr von dem Traum losgekommen, irgendwann einmal vom Musikmachen leben zu können. Mit den ersten Erfolgen von FV hat es dann sogar ca. 8-9 Jahre später auch geklappt. Zuvor jedoch hab ich mit Björn Böttcher und Tim Fockenbrock „Ravenous“ gegründet, wobei ich aber irgendwann merkte, dass ich auch Musik machen wollte, die nicht zu „Ravenous“ passte. Jens und ich kannten uns vom heimischen Fußballverein und ich fragte ihn deshalb, ob er nicht Lust hätte mal etwas für mein damals noch namenloses härteres Projekt singen zu wollen. Er kam dann eines Tages zu mir ins "Wohnzimmerstudio", - das Studio Lager 2 existierte damals noch nicht - wir nahmen ein paar Takes auf und das war die Gründung von FV.

Wie ist euer Name entstanden und hat er eine Bedeutung für euch

Jens: Unsere Lieblingsfrage......na gut, ein Mal noch.
Auf der Suche nach einem geeigneten Namen für unser Projekt ergab es sich das man auf einer unserer legendären Partys einen jungen Mann mit dem unschuldigen Namen Vogt, der gerade seinen Wehrdienst als Funker absolvierte, Funker Vogt taufte. Zwei simple Worte und doch war für Gerrit und mich klar das dies der Name ist, der uns jetzt schon seit Jahren begleitet...

Und welche Vorbilder habt ihr

Gerrit: Ich kann eigentlich gar nicht wirklich von echten Vorbildern sprechen, wenn ich sage, dass mir Leute wie Martin Gore, Robbie Williams oder sogar Dieter Bohlen imponieren. Ich mag nicht unbedingt ihre Musik, aber diese Herren ziehen seit Jahren bzw. Jahrzehnten ihr eigenes Ding konsequent durch und haben stets wachsenden Erfolg. Das ist es, was ich selbst auch anstrebe.
Jens: James Hetfield, Horst Hrubesch, mein Sohn Joy-Connor.

Hört ihr eure Musik auch privat

Gerrit: Wenn wir neues Material aufgenommen haben, höre ich mir das auch mal zuhause an, aber es ist nicht so, dass ich mir ständig meine eigene Musik um die Ohren ballere. Dazu höre ich die Sachen schon zu oft im Studio.
Jens: Wenn ich mal wieder Langeweile habe, kommt es schon vor das ich die alten Sachen auflege und mir Gedanken über die jeweilige Zeit mache - meistens verbunden mit einem Schmunzeln, denn oft fallen einem die unmöglichsten Sachen und Anekdoten ein, die damals so passierten.

Wovon werden eure Songs beeinflusst

Gerrit: Mir ist selbst gar nicht bewusst, woher meine musikalischen Einflüsse stammen. Wenn ich einen Melodiebogen komponiere, denke ich oft an irgendeine filmische Sequenz, die ich dann versuche, akustisch in eine Atmosphäre zu transponieren, die dann auch zum meist vorher angefertigten Text passt. Die Beats und Grooves arrangiere ich völlig unabhängig von den direkten Songpassagen und in der Hinsicht bin ich offen für alles.

Welche Botschaft möchtet ihr mit euren Songs vermitteln

Jens: Dass sich alle lieb haben sollen dass dieses aber niemals so sein wird.

„Revivor“ eure neuste CD ist mal wieder in aller Munde, freut euch solch Erfolg noch

Gerrit: Natürlich. Ich denke, wenn du aufhörst, dir Gedanken darüber zu machen, was das Publikum von deiner Musik hält, kannst du gleich einpacken. Wenn uns der ständig größer werdende Erfolg egal wäre, würden wir gar nicht so konstruktiv an FV arbeiten und der Erfolg wäre somit auch nicht gegeben. Insofern ist es offensichtlich, dass uns solch positive Resonanz immer wieder aufs Neue freut.

Ist noch eine neue CD geplant

Gerrit: Nachdem wir mit den Aufnahmen am neuen Fußpils 11 Album fertig sind und damit die Studioarbeit an den Nebenprojekten erstmal erledigt ist, werden wir wieder konzentriert an neuem Material für Funker Vogt arbeiten. Im Augenblick ist jedenfalls nichts geplant.

Wird es auch mal wieder ein Video oder eine DVD von Euch geben

Jens: Das richtet sich nach so vielen ungewissen Faktoren, dass es jetzt zu früh wäre etwas Konkretes zu sagen. Aber in der Planungsphase sind so einige Sachen.

Wann und wo hattet ihr euren ersten Auftritt und wie war es für euch

Gerrit: Den ersten offiziellen Auftritt hatten wir 1997 in der Honigfabrik in Hamburg. Die ersten Konzerte waren wir noch zu zweit auf der Bühne und ich weiß noch, dass ich reichlich nervös und statisch hinter meinen Keyboards herumstand. Das Publikum hat unsere Musik jedoch sehr gut aufgenommen und beim zweiten Mal war`s schon lockerer.

Wie war bis jetzt die Reaktion der Leute auf eure Songs so im Allgemeinen

Jens: Meistens zum Glück positiv und die 3893623 die uns wie die Pest hassen, können uns locker gestohlen bleiben und sich weiterhin an ihren viel zu kleinen Schwänzen herumspielen. Damit sind nur unsere männlichen "Freunde" gemeint, denn über Frauen sagt man einfach nichts Böses.


Wird man euch auf größeren Veranstaltungen sehen in naher Zukunft

Jens: Vieles ist in Planung aber nichts auf Papier.

Stehen schon Termine für Konzerte fest

Gerrit: Nein.

Möchtet ihr noch was in eigener Sache loswerden

Jens: Heute ausnahmsweise mal nicht.

Ich bedanke mich für eure Zeit und würde mich freuen in nächster Zeit mehr von euch zu Hören und Sehen

Jens und Gerrit: Danke ebenfalls.

 

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